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Mitgliederversammlung am 25.03.2026 - „Wo bleibt das Aufbruchsignal?”

Sportgeschäftsführer Michael Tarnat, FCE-Aufsichtsratschef Nico Dittmann, Förderkreis-Vorsitzender Manfred Jahn und Cheftrainer Christoph Dabrowski (von links) appellieren an den Zusammenhalt im Kumpelverein. Foto: Olaf Seifert
Khvicha_Shubitidze als Leiter der „Porsche-Kumpelschmiede” dankte den Veilchen-Sponsoren für die Unterstützung des Nachwuchsleistungszentrums des FC Erzgebirge Aue. Foto: Olaf Seifert
Unternehmer-Netzwerk IGA ist Partner der FCE-Sponsoren

Die IGA, die Industrie- und Gewerbevereinigung Westerzgebirge e.V., ist Partnerin des Förderkreises. Am Mittwochabend stellte deren Koordinator Alexander Fuchs den Verein und das auf mittelständische Betriebe der Region orientierte Netzwerk-Projekt ERZgesund vor. IGA vereint Geschäftsleute und Entscheider aus Aue und dem Westerzgebirge, die in der und für die Region etwas bewegen wollen. Fuchs lud die Aue-Sponsoren zu zwei aktuellen Veranstaltungen des Vereins ein. Einmal das Forum zur Oberbürgerwahl in Aue-Bad Schlema am 15. April ab 18 Uhr im Kulturhaus und zum anderen zur Business- und Modegala am 25. April im Icehouse Aue. Foto: Olaf Seifert
www.iga-westerzgebirge.de; www.modegala.com

Sponsoren des FC Erzgebirge Aue suchen den Schulterschluss

von Olaf Seifert

Als sich am 25. März Mitglieder des Förderkreises des FC Erzgebirge im Kumpelrevier, den VIP-Räumen des eins-Erzgebirgsstadions, treffen, erinnern einige der älteren an die Anfänge der Auer Sponsorenfamilie. Denn 33 Jahre zuvor, am 10. Februar 1993, hatten 16 heimische Unternehmer den Förderkreis als Verein gegründet, um den FC Erzgebirge wirtschaftlich zu unterstützen. Damals wie heute war die sportliche Situation bitterernst.

Ohne Zusammenhalt und Vertrauen kein Erfolg

In gut drei Jahrzehnten wuchs der Sponsorenpool auf heute fast 200 Mitstreiter an, war der Kumpelverein mehr als zwanzig Jahre lang in der 2. Bundesliga sowie in der 3. Liga erfolgreich. Mit dem neuen eins-Erzgebirgsstadion, der Porsche-Kumpelschmiede als Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), modernen Trainingsstätten und insgesamt 13 Abteilungen wurde eine Infrastruktur aufgebaut, die bundesweit Anerkennung findet. Errungenschaften, die angesichts des drohenden Absturzes in die viertklassige Regionalliga gefährdet sind. Eine Perspektive, die Aues Sponsoren bewegt und besorgt. Entsprechend hitzig, kontrovers und kritisch verlief die Debatte an dem Mittwochabend. Zusammenhalt, Vertrauen und Werte des Traditionsvereins wurden dabei beschworen.

„Zusammenraufen, sonst sind wir verloren”

Dass dabei Nerven blank liegen, scheint angesichts der sportlichen Talfahrt verständlich. „Wenn wir uns nicht zusammenraufen, egal in welcher Situation und Liga, sind wir verloren”, warnte dabei Aufsichtsratschef Nico Dittmann emotional. „Das beginnt hier bei uns, mit dem Vertrauen untereinander.” Sportgeschäftsführer Michael Tarnat und Trainer Christoph Dabrowski sowie Khvicha Shubitidze, der Leiter des NLZ, bedankten sich bei den rund fünfzig Unternehmern im Kumpelrevier und beim Förderkreis insgesamt für die enorme Unterstützung, denn insgesamt steuern deren Firmen einen ganz beträchtlichen Teil zum Jahresetat des FCE bei. Wie in den Neunzigerjahren gelte es, die Wirtschaft der Region zu mobilisieren, um den FC Erzgebirge am Leben zu halten.

Als Realist wisse Dabrowski, dass es angesichts der Tabellenbilanz ein Wunder brauche, um die Klasse zu erhalten. Was er aber verspreche sei, dass „die Mannschaft noch mal alles reinhauen wird, um das Schiff über Wasser zu halten”. 

Tun alles, um die Strukturen zu erhalten

Präsident Thomas Schlesinger, selber Unternehmer und mit seinem Betrieb UTC seit 22 Jahren FCE-Sponsor, betonte, die Vereinsführung und die Mitarbeiter täten alles, „damit der Verein in seinen Grundfesten bestehen bleibt und die Strukturen erhalten werden können”. Förderkreis-Vorsitzender Manfred Jahn, 1993 unter den Gründern, ist überzeugt, dass die Aue-Sponsoren ihren Herzensverein weiter unterstützen, gerade auch in schlechten Zeiten wie diesen: „Der Verein war dann erfolgreich, wenn Mannschaft, Fans, Sponsoren und Region zusammengehalten haben. Der Blick muss nach vorn gehen. Aber wir brauchen jetzt ein Aufbruchsignal, endlich!”
Das sollte am Wochenende im Sachsenpokal-Spiel und mehr noch am 4. April ertönen. Dann mit dem hoffentlich ersten Liga-Sieg gegen Hoffenheims U23.

KONTAKT

FÖRDERKREIS FC Erzgebirge Aue e.V.
Gerd-Schädlich-Platz 1
08280 Aue-Bad Schlema
Tel. +49 (0) 176 22628634

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